Angel Aligner™ Pro: Korrektur einer Klasse II/1 Malokklusion

Behandlungszusammenfassung

Dieser klinische Erfahrungsbericht von Dr. Dalia Latkauskiene beschreibt die Behandlung einer 25-jährigen Patientin mit einer skelettal-dentalen Klasse II/1-Malokklusion. Mithilfe des Angel Aligner™ PRO Systems und des Dual-Material-Ansatzes konnten eine Molarenderotation, eine Korrektur der Mittellinie, die Schließung des offenen Bisses sowie die Herstellung einer stabilen Klasse I Okklusion erreicht werden. In nur 12 Monaten und mit 40 Alignern wurden präzise Zahnbewegungen, eine funktionelle Verbesserung und eine optimierte Ästhetik erzielt.

Vorstellung des Patienten

Alter: 25
Geschlecht: weiblich
Behandlungsdauer: 12 Monate
Anzahl der Alignersteps: 40
Hauptanliegen: Die Patientin äußerte ihre Unzufriedenheit mit Ihrem Lächeln und wünschte sich eine Korrektur der Zahnfehlstellungen und ihres Gesamterscheinungsbildes. Zudem berichtete die Patientin, dass ihre Zähne bei alltäglichen Tätigkeiten wie Essen und Trinken hypersensibel reagierten. Diese Beschwerden stellten die Hauptmotivation für die Behandlung mit Angel Aligner™ dar.

Rubrik: Klasse II:1 Malokklusion
Produkt: Pro
Malokklusion Beidseitige Klasse II bedingt durch eine Mesiorotation der Zähne 16 und 26.
Leichte mandibuläre Asymmetrie nach rechts mit beidseitiger Mittellinienabweichung.
Ausgeprägte Abrasion der Seitenzähne infolge nächtlichen Bruxismus. Tendenz zum offenen Biss.
Protokolle und Features ASR

Vorher und nachher
Klasse II:1 Malokklusion
class II div 1 malocclusion derotation of molars, midline correction, open-bite closure, and Class I settling
Derotation of molars, midline correction, open-bite closure, and Class I settling

Initiale Patientenunterlagen

Klinische Untersuchung und Diagnose

Beidseitige Angle Klasse II, leichte mandibuläre Asymmetrie nach rechts, obere Mittellinie 1,5 mm nach links und untere Mittellinie 1 mm nach rechts verschoben, Overjet und Overbite jeweils 1 mm. Sagittale Asymmetrie des oberen Zahnbogens. Leichte Engstände im oberen und unteren Frontzahnbereich, ausgeprägte Abrasionen der Seitenzähne infolge nächtlichen Bruxismus.

Normale sagittale Position beider Kiefer, High-Angle-Fall, steiler Ramus mandibulae, vergrößerte untere Gesichtshöhe, Tendenz zum offenen Biss. Normale Funktion der Kiefergelenke und Okklusion Patienten- motivation gut Weichgewebsanalyse: konvexes Profil, vergrößerte unterer Gesichtshöhe, leicht retrudierte Ober- und Unterlippe, Anspannung beim Lippenschluss.

Behandlungs-plan

Rekonstruktion stark beschädigter Zähne mit Kompositrestaurationen. Nivellierung und Expansion um 2 mm pro Quadrant. Distalisierung im 1. Quadranten bis Klasse I, Derotation von Zahn 16 und Anpassung der oberen an die untere Mittellinie. Derotation von Zahn 26. Infrazygomatische (IZC-) Verankerung. Einstellung der Okklusion auf Klasse I. Eine aproximale Schmelzreduktion (ASR) im unteren Frontzahnbereich wurde durchgeführt, um die Bolton-Diskrepanz auszugleichen. Der Patient wies rechts eine Klasse II-Malokklusion und Klasse II-Tendenz links mit konisch zulaufenden Zahnbögen auf. Weiter zeigte der Patient einen anterior und links seitlich offenen Biss bis einschließlich Zahn 26.

Im 1. Quadranten reichte der offene Biss bis zum ersten Prämolaren. Es wurde eine Abweichung der oberen Mittellinie um 1,5 mm nach links sowie eine leichte Verschiebung der unteren Mittellinie nach rechts festgestellt. Dies ist vermutlich auf ein asymmetrisches Unterkieferwachstum zurückzuführen, welches sich in der Gesichtsstruktur widerspiegelt. In der initialen Diagnose waren starke Mesiorota- tionen der Zähne 16 und 26 erkennbar. Mit der fortschreitenden Derotation von Zahn 16, 26, 17 und 27 bis zum Aligner 16 und der anschließenden Distalisierung der Prämolaren in beiden Quadraten konnte die Einstellung einer Klasse 1 beidseitig erreicht werden.

Behandlungssetup

Behandlungs-details

Durch die Derotation von Zahn 16 und 26 konnte die Klasse II korrigiert werden.
Der vertikale Zugvektor der Gummizüge an den Buttons sowie die IZC-Verankerung trug zur Korrektur des offenen Bisses bei.
Aufgrund der Verwendung einer skelettalen Verankerung wurde keine sequenzielle Distalisierung zur Korrektur der Klasse II Tendenz durchgeführt.
Linguale Attachments wurden eingesetzt, um den Halt der Aligner zu verbessern und die Zahnbewegung zu kontrollieren. Aufgrund der begrenzten Anatomie waren kleine, leicht angulierte Unterkiefer-Inzisivi nur schwer zu bewegen.

Ein infrazygomatisch platzierte Schraube mit Kraftapplikation zwischen den oberen Prämolaren bewirkte eine Rotation der okklusalen Ebene im Uhrzeigersinn. Durch diese Bewegung wurde der anterior offene Biss geschlossen und die Sichtbarkeit der oberen Schneidezähne verbessert. Mithilfe von IZC-Schrauben in Kombination mit Gummizügen war zudem eine Intrusion der oberen Molaren um 1 mm möglich. Da die Einstellung der mandibulären Abweichung nach Korrektur der oberen Seitenzähne nur schwer vorherzusagen war, wurde die Einstellung der dentalen Mittellinienkorrektur in den späteren Behandlungsphasen durchgeführt.

Behandlungsfortschritt

Laden Sie den vollständigen Patientenfall herunter, um die Behandlungsergebnisse, das Fazit und die detaillierten Informationen zur Behandlungsplanung einzusehen.
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Dr. Dalia Latkauskiene

Dr. Dalia Latkauskiene absolvierte ihr zahnmedizinisches Studium an der Medizinischen Universität Kaunas. Seit 2002 arbeitet sie in Vollzeit in ihrer eigenen Praxis. 2013 verteidigte sie ihren PhD mit dem Titel „Herbst- Effekte auf Kiefer und Zahnbögen bei heranwachsenden Klasse II Patienten“.

Dr. Dalia Latkauskiene hat weltweit Vorträge, Seminare und Fortbildungskurse zu der Herbst-Apparatur, der Behandlung im Wechselgebiss, der Aligner-Behandlung, der Kieferorthopädie bei Erwachsenen, der multidisziplinären Behandlung und der kombinierten kieferorthopädisch-orthognathen Behandlung (zusammen mit dem Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen S. Grybauskas, DDS, MD, PhD) für zahnärztliche und kieferorthopädische Organisationen sowie auf Konferenzen gehalten.

Ihre aktuellen Interessen liegen in den Bereichen der kieferorthopädisch-orthognathen Behandlung, der non- compliant kieferorthopädischen Behandlung, der temporären Verankerungselemente, der Kieferorthopädie für Erwachsene und der Aligner-Behandlung.