Angel Aligner™ KiD: Clear Aligner für die interzeptive kieferorthopädische Behandlung

Dentoalveoläre Engstände in beiden Zahnbögen, eine transversale Diskrepanz, anteriorer Kreuzbiss und Mittellinienabweichung.

Behandlungszusammenfassung

Dieses Patientenbeispiel von Dr. Mercedes Revenaz zeigt die interzeptive kieferorthopädische Behandlung einer 8-jährigen Patientin im Wechselgebiss mit dentoalveolarem Engstand in beiden Kiefern, transversaler Diskrepanz, anteriorem Kreuzbiss und Mittellinienabweichung. Für die Behandlung wurde das Angel Aligner™ KiD System eingesetzt. Der Fokus lag auf der Korrektur okklusaler Diskrepanzen durch die Expansion und Harmonisierung der Zahnbögen sowie auf kontrollierten Zahn- und Wurzelbewegungen. Die Initialphase mit 20 Alignern diente der primären Korrektur der Zahnfehlstellungen, dem Platzmanagement und der vorläufigen Malokklusionskorrektur. Das anschließende Refinement mit 10 Alignern hatte die finale Zahnstellung, Optimierung der Okklusion, Korrektur von Overbite und Overjet sowie die Stabilisierung der gesamten Okklusion zum Ziel. Die Frühbehandlung mit Clear Alignern hat sich als effektives Mittel erwiesen, um die Komplexität sich entwickelnder Malokklusionen zu reduzieren. Dies unterstreicht die Bedeutung eines frühzeitigen Behandlungsbeginns und die konsequente Einhaltung des Behandlungsplans.

Vorstellung des Patienten

Alter: 8 Jahre und 6 Monate
Geschlecht: weiblich
Behandlungsdauer: 8 Monate
Anzahl der Alignersteps: 30 (20+10)
Hauptanliegen: Die Patientin zeigte sich besorgt über die Fehlstellung ihrer Frontzähne, insbesondere über den anterioren Kreuzbiss und den Engstand beim Lächeln. Sie und ihre Eltern waren sich bewusst, dass der Biss nicht funktional war und dies die Kieferentwicklung sowie das Kauen beeinträchtigen könnte. Ästhetische Aspekte waren für sie von Bedeutung. Deshalb bevorzugten sie eine komfortable, unauffällige und praktische Behandlungslösung, die eine Korrektur der Fehlstellungen ohne herkömmliche, sichtbare Zahnspangen ermöglichte.

Section: Crowding
Produkt: KiD1
Malokklusion: Wechselgebiss | Angle-Klasse I | Anteriorer Kreuzbiss
Protokolle und Features: Expansion der Zahnbögen

Vorher und nachher
Wechselgebiss | Angle-Klasse I | Anteriorer Kreuzbiss
Before Treatment of Angel Aligner KiD After Treatment of Before Treatment of Angel Aligner KiD
Moderate to Severe Maxillary and Mandibular Crowding, Crossbite of Upper Lateral Incisors, and Transversal Arch Constriction

Initiale Patientenunterlagen

Klinische Untersuchung und Diagnose

Bei der Patientin lag eine skelettale Klasse I sowie ein mesofaziales Wachstumsprofil vor. Dies wies auf ausgeglichene sagittale und vertikale skelettale Proportionen hin. Bei der dentalen Untersuchung wurde eine beidseitige Klasse I Beziehung der Molaren und Eckzähne festgestellt. Die Patientin befand sich im Wechselgebiss. In beiden Kiefern wurde ein deutlicher Engstand diagnostiziert, der mit einer dentoalveolären Diskrepanz übereinstimmte. Es zeigten sich Mittellinienabweichungen, welche die Zahnsymmetrie sowie die okklusale Harmonie beeinträchtigten. Die seitlichen Schneidezähne des Oberkiefers standen im Kreuzbiss. Dies führte zu einer anterioren transversalen Diskrepanz und funktionellen Dysbalance.

Die parodontale Untersuchung ergab frühe Anzeichen einer Parodontalerkrankung, von der vor allem Zahn 41 betroffen war. Die radiologische Untersuchung zeigte eine Wurzelkonvergenz der Zähne 11 und 21. Dies deutete auf eine beeinträchtigte Wurzelparallelität hin. Bei der Erstvorstellung zeigte sich insgesamt ein dentoalveolärer Engstand, transversale Diskrepanzen, okklusale Asymmetrien sowie frühe Anzeichen einer Parodontalerkrankung, wobei der skelettale Rahmen ansonsten normal war. Dies erforderte einen sorgfältig geplanten kieferorthopädischen Behandlungsansatz, um sowohl die funktionelle Stabilität und parodontale Erhaltung zu gewährleisten.

Behandlungs-plan

Der kieferorthopädische Behandlungsplan wurde entwickelt, um den dentoalveolären Engstand, transversale Diskrepanzen sowie Mittellinienabweichungen zu korrigieren, die parodontale Gesundheit zu erhalten und eine stabile Klasse I Beziehung der Molaren und Eckzähne zu erreichen. Zu den spezifischen Behandlungszielen gehörten die Korrektur des anterioren Kreuzbisses, die Expansion und Harmonisierung der Zahnbögen, die Derotation der oberen Molaren, die Stabilisierung der Inklination der Schneidezähne sowie die Derotation der unteren Molaren mit lingualem Wurzeltorque sowie das Nivellieren der Spee’schen Kurve durch Intrusion der Schneidezähne und kontrollierte Extrusion der Milchzähne. Darüber hinaus wurde eine Korrektur der Inklination der Schneidezähne angestrebt.

Es wurde ein auf Clear Alignern basierender Ansatz gewählt, um präzise und kontrollierte Zahnbewegungen zu ermöglichen, wobei besonderes Augenmerk auf die Wurzelparallelität im Frontzahnbereich gelegt wurde. Die Behandlung erfolgte in zwei Phasen: Die Initialphase mit 20 Alignern diente der primären Korrektur von Zahnfehlstellungen, dem Platzmanagement und der vorläufigen Malokklusionskorrektur. Das anschließende Refinement mit 10 Alignern hatte die finale Ausrichtung der Zähne, Optimierung der Okklusion, Korrektur von Overbite und Overjet sowie die Stabilisierung der gesamten Okklusion zum Ziel. Die Refinementphase stellte einen integralen Bestandteil der Behandlungsstrategie dar und wird bewusst hervorgehoben, um ihre zentrale Rolle bei der finalen Korrektur sowie bei der Beibehaltung langfristiger funktioneller und ästhetischer Behandlungsergebnisse zu betonen.

Behandlungssetup

Behandlungs-details

Zur Korrektur des anterioren Kreuzbisses wurden Bite Pads auf den Zähnen 36 und 46 platziert, um eine lokale Bissöffnung zu ermöglichen und eine korrekte Frontzahnführung sicherzustellen. Um eine kontrollierte Wurzeldivergenz und eine präzise Torquekontrolle sicherzustellen, wurden auf den oberen Frontzähnen doppelte semi-ellipsoide Attachments platziert

An den Seitenzähnen wurde ein lingualer
Wurzeltorque durchgeführt, um eine korrekte Inklination sicherzustellen. An den Milchzähnen wurde eine approximale Schmelzreduktion (ASR) vorgenommen, um bei Bedarf Platz zu schaffen. Eine Proklination der unteren Schneidezähne wurde dabei konsequent vermieden.

Behandlungssetup

Behandlungsfortschritt

Laden Sie den vollständigen Patientenfall herunter, um die Behandlungsergebnisse, das Fazit und die detaillierten Informationen zur Behandlungsplanung einzusehen.
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Dr. Mercedes Revenaz

Dr. Mercedes Revenaz ist seit über 25 Jahren im Bereich der Kieferorthopädie tätig und hat sich auf die Prävention, Diagnostik und Behandlung von Malokklusionen und verwandten Anomalien spezialisiert. Ihr Ziel ist es, sowohl heranwachsenden als auch erwachsenen Patienten erstklassige Behandlungen mit modernster Technologie anzubieten.

Sie erwarb 1999 ihren Abschluss in Zahnmedizin (DDS) an der Universität Ferrara und schloss 2003 ein postgraduales Studium in Kieferorthopädie an der Universität La Sapienza in Rom ab. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung und fachliche Weiterbildung durch mehrere fortlaufende Universitätsprogramme und private Fortbildungskurse fort. Ihr Interesse an 3D-Innovationen für die Diagnostik und Behandlungsplanung führte dazu, dass sie zunächst im Bereich der orthognathen Chirurgie und anschließend in der Kieferorthopädie fortschrittliche technologische Ansätze verfolgte.